Betriebsratswahl bei Tesla: Streit mit IG Metall
Im einzigen deutschen Autowerk von Tesla beginnt am Montag die mit Spannung erwartete Betriebsratswahl. Aus Sicht des US-Elektroautobauers und der IG Metall gilt die dreitägige Wahl als Richtungsentscheidung, ob die Gewerkschaft mehr Einfluss bekommt oder der geplante Ausbau des Werks weitergeht. Elf Listen stehen zur Wahl, darunter die «IG Metall Tesla Workers» um Laura Arndt und "Giga United" um die amtierende Betriebsratschefin Michaela Schmitz.
Tesla-Chef Elon Musk hatte sich mit einer Videobotschaft an die Belegschaft in Brandenburg gewandt, um indirekt vor der Gewerkschaft zu warnen. "Die Dinge werden sicherlich schwieriger, wenn es sozusagen externe Organisationen gibt, die Tesla in die falsche Richtung drängen", sagte Musk. "Wir werden die Fabrik nicht schließen, aber realistisch gesehen werden wir auch nicht erweitern." Musk will die Fabrik zum «größten Fabrikkomplex in Europa» machen - vorausgesetzt, Behörden und Bevölkerung machen mit.
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Die IG Metall wirbt für einen Tarifvertrag, den Tesla-Werksleiter André Thierig ablehnt. Bei der Betriebsratswahl vor zwei Jahren stellte die IG Metall die größte Gruppe, die Sitzmehrheit ging aber an nicht gewerkschaftlich organisierte Vertreter. Bei der jüngsten Betriebsratssitzung kam es zu einem Eklat: Tesla warf einem IG-Metall-Vertreter vor, heimlich mitzuschneiden. Den Vorwurf weist die Gewerkschaft zurück. Ermittlungen laufen, beide Seiten einigten sich vor dem Arbeitsgericht im Streit um Äußerungen auf einen Vergleich.
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