Vision Zero: TÜV-Verband fordert klare Veränderungen
Mit dem Verkehrssicherheitsprogramm 2021–2030 will Deutschland die Zahl der Verkehrstoten bis 2030 um 40 Prozent senken. Maßstab ist 2021, das rund 1.540 Getötete pro Jahr als Zielgröße impliziert. Die aktuellen Zahlen liegen deutlich darüber – ein Zeichen, dass Umsetzung und Wirkung bisheriger Maßnahmen nicht ausreichen.
"Deutschland tritt auf der Stelle"
"Die Unfallzahlen für 2025 zeigen: Deutschland tritt bei der Verkehrssicherheit auf der Stelle und macht aktuell sogar Rückschritte", sagt Fani Zaneta, Fachreferentin für Verkehrssicherheit beim TÜV‑Verband. Nach Jahren mit leichten Rückgängen seien die Opferzahlen wieder gestiegen – ein deutliches Alarmsignal.
"Vision Zero" als Leitlinie – und Hebel, die wirken
"Die Vision Zero ist keine Utopie, sondern eine Frage konsequenter Umsetzung", so Zaneta weiter. Gefordert werden: fehlerverzeihende Infrastruktur an Unfallschwerpunkten, konsequente Regelüberwachung und Tempo‑Management, schnellere Verbreitung wirksamer Fahrzeugsicherheitsfunktionen sowie bessere Befähigung aller Menschen, sicher am Verkehr teilzunehmen.
Der Verband betont die gesellschaftliche Dimension: Verkehrssicherheit ist Lebensqualität und Teilhabe. Sie entscheidet darüber, ob Kinder eigenständig unterwegs sind, ältere Menschen mobil bleiben und Städte funktionieren. Steigen die Unfallzahlen, bedeutet das mehr Leid und weniger Vertrauen in Mobilität – keine statistische Randnotiz.
"Politische Maßnahmen ungenügend"
Die Angaben basieren auf den in der vergangenen Woche veröffentlichten Destatis‑Daten für 2025. Der TÜV‑Verband kritisiert, dass die bisherigen politischen Maßnahmen in Summe nicht genügen, um die Zielpfade zu erreichen, und fordert priorisierte Investitionen sowie klare, überprüfbare Umsetzungspläne – von der Infrastruktur bis zur Technik im Fahrzeug.
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