Fördertopf unter Druck: Studie sieht hohe Nachfrage nach E-Auto-Prämie
Der neue Fördertopf der deutschen Bundesregierung für Elektrofahrzeuge und Plug-in-Hybride könnte schnell ausgeschöpft sein. Das zeigt eine aktuelle Studie des Nürnberger Marktforschungsinstituts puls unter 1.000 Pkw-Haltern in Deutschland.
Nach einer Erläuterung der geplanten Förderrichtlinie geben 3,1 Prozent der befragten Pkw-Halter an, die neue Prämie "definitiv in Anspruch nehmen" zu wollen. Weitere 20,6 Prozent wollen dies noch überlegen. Demgegenüber stehen 12,7 Prozent, die kein generelles Interesse an einer Förderung haben, 39,6 Prozent für die kein Elektrofahrzeug bzw. Plug-In Hybrid in Frage kommt, sowie 17,7 Prozent, die nach eigener Aussage Fördervoraussetzungen nicht erfüllen.
Hochrechnung: Rund eine Million Fahrzeuge
Rechnet man die 3,1 Prozent der "sicheren Interessenten" auf die Gesamtzahl der privaten Pkw-Halter in Deutschland hoch und berücksichtigt die durchschnittliche Anzahl an Fahrzeugen pro Halter, ergibt sich eine Größenordnung von rund einer Million Fahrzeuge, für die die Prämie aktuell konkret in Betracht gezogen wird. Zum Vergleich: Die drei Milliarden Euro Gesamtvolumen aus dem Fördertopf sollen für etwa 800.000 Fahrzeuge ausreichen.
"Schon allein die Gruppe der konkreten Interessenten übersteigt rechnerisch die geplante Förderkulisse. Zieht man zusätzlich die gut 20 Prozent der Überlegenden in Betracht, deutet vieles darauf hin, dass der Fördertopf schnell ausgeschöpft sein könnte", so Stefan Reiser, Managing Director bei puls Marktforschung.
Mehr zum Thema entdecken
Autohandel
"Richtig geile Autos": Die Reaktionen auf die neue E-Förderung
Autohandel
Neue E-Auto-Prämie vorgestellt: BEV und PHEV, aber keine Gebrauchtwagen
Upgrade statt Umstieg?
"Zudem zeigt die Studie deutlich, dass insbesondere Halterinnen und Halter junger Elektro- und Hybridfahrzeuge offen für eine Inanspruchnahme der Prämie sind", so Reiser weiter. "Wenn ein Upgrade auf ein neues Elektrofahrzeug deutlich attraktiver wirkt als ein Umstieg vom Verbrenner, werde ein wesentliches Ziel der Förderung verpasst." Darüber hinaus dürfte das Problem sinkender Restwerte von gebrauchten Elektrofahrzeugen weiter verschärfen, sofern die Förderrichtlinie nicht angepasst wird, so Reiser.
Haftungsausschluss: Das Urheberrecht dieses Artikels liegt bei seinem ursprünglichen Autor. Der Zweck dieses Artikels besteht in der erneuten Veröffentlichung zu ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Sollten dennoch Verstöße vorliegen, nehmen Sie bitte umgehend Kontakt mit uns auf. Korrektur Oder wir werden Maßnahmen zur Löschung ergreifen. Danke